IST DAS BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN EINE LÖSUNG?

ANSPRUCH DES BEDINGUNGSLOSEN GRUNDEINKOMMENS

Der wesentliche Anspruch des Bedingungslosen Grundeinkommens ist so einfach wie verständlich:

Niemand soll gezwungen werden, für sein Überleben bezahlte Arbeit verrichten zu müssen. Im Umkehrschluss: Niemand soll nicht mehr leben dürfen, weil er keine bezahlte Arbeit verrichtet. Dieser Anspruch muss für alle Menschen gleich sein, deshalb werden keine Bedingungen für den Erhalt gestellt.

Hintergrund dieses Anspruchs ist die Erkenntnis der fortschreitenden Abkopplung der Wirtschaft von der Notwendigkeit des Einsatzes von menschlichen Arbeitskräften. Diese menschlichen Arbeitskräfte jedoch sollen gleichzeitig auch Konsumenten der Wirtschaftsgüter sein, welche mehr und mehr ohne ihre Arbeit entstehen. Denn Konsum ist nicht auf Roboter übertragbar.

Daraus entsteht ohne jeden Zweifel die gesellschaftliche Notwendigkeit einer Neudefinition von menschlicher Arbeit und damit einer Neudefinition von Lebenswert an sich.

Die hier zu beantwortende Frage ist einfach:

Wie sichern wir in der Zukunft den Zugang der Menschen zu lebensnotwendigen Gebrauchsgütern, an deren Herstellung sie nicht mehr beteiligt sind und für deren Herstellung sie demzufolge keinen Lohn bekommen, von dem sie diese Gebrauchsgüter bezahlen können?

Aus diesem ehrenvollen Anspruch leitet das Konzept des Bedingungslosen Grundeinkommens nun die folgenden Bedingungen zur Umsetzung ab:

1. Der Staat zahlt jedem Bürger einen regelmäßigen Geldbetrag in angemessener Höhe zur Absicherung des Überlebens.

2. Bedingungen zum Erhalt sind nicht zu erfüllen.

3. Finanziert wird dieser Geldbetrag über verschiedene Modelle der Steuererhebung.

Diese Bedingungen treffen auf die Zustimmung derer, die den o.a. Anspruch für absolut gerechtfertigt halten, sowie auf die berechtigte Kritik derer, die die Durchsetzung dieser mit dem (berechtigten) Anspruch verbundenen Bedingungen ganz oder zum Teil für nicht durchsetzbar halten.

KRITIK AM BEDINGUNGSLOSEN GRUNDEINKOMMEN

Das wesentlichen Fragen der Kritiker lauten:

1. Wie soll das Bedingungslose Grundeinkommen finanziert werden, wenn im Extremfall keiner mehr arbeitet?

2. Weshalb sollen Reiche ein Bedingungsloses Grundeinkommen erhalten, dessen sie nicht bedürfen?

ENTGEGNUNG AUF DIE KRITIK AM BEDINGUNGSLOSEN GRUNDEINKOMMEN

Die wesentlichen Antworten der Vertreter lauten:

1. Der Extremfall wird nicht eintreten, wenn sich jeder die Arbeit sowie deren Umfang aussuchen darf und deshalb freiwillig arbeitet.

2. Weil das Grundeinkommen bedingungslos ist, muss es auch von Reichen in Anspruch genommen werden können.

FEHLERKONSTRUKTION

Die Vermischung von Anspruch und Bedingungen zur Umsetzung führt auf beiden Seiten oft zur Ablehnung der Argumente der jeweils anderen Seite und zur unkritischen und unsachlichen Verteidigung der eigenen Argumente.

Die Unterstützer werfen den Kritikern vor, den Anspruch des Bedingungslosen Grundeinkommens zu verwerfen. Die Kritiker werfen den Unterstützern vor, ihre Bedingungen für das Bedingungslose Grundeinkommen keiner Kritik zugänglich machen zu wollen.

Daraus folgt oft die pauschale Ablehnung der Argumente beider Seiten. Da sich jedoch jede Seite auf (vorausgesetzt) sachliche Argumente beruft, während sie die Argumente der anderen Seite verwirft, stehen sich beide Lager oft unversöhnlich gegenüber.

FEHLERVERMEIDUNG

Wenn die Unterstützer des eigentlichen Anspruchs erkennen, dass die o.a. Kritiken sachlich berechtigt sind, und die Kritiker erkennen, dass der eigentliche Anspruch sachlich berechtigt ist, können beide Lager gemeinsam Wege entwickeln, den o.a. Anspruch tatsächlich umzusetzen.

Das Ergebnis wäre vielleicht kein Grundeinkommen ohne jede Bedingung, aber vielleicht ein Konzept zur Gewährleistung der ausreichenden Versorgung der Bevölkerung mit Zahlungsmitteln auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse ohne Notwendigkeit des Zwangs zur Erwerbsarbeit.

ABSCHLUSSFRAGE

Wie können wir die Frage:

Wie sichern wir in der Zukunft den Zugang der Menschen zu lebensnotwendigen Gebrauchsgütern, an deren Herstellung sie nicht mehr beteiligt sind und für deren Herstellung sie demzufolge keinen Lohn bekommen, von dem sie diese Gebrauchsgüter bezahlen können?

wissenschaftlich durchführbar in absehbarer Zeit beantworten?

LÖSUNGSANSATZ

An dieser Schnittstelle setzt das Konzept des DEUTSCHLANDPLANS als einer umfassenden Umgestaltung der Gesellschaft an, welches nicht nur sicherstellt, dass der o.a. Anspruch auch direkt durchgesetzt werden kann, sondern auch viele der bisher unbeachteten aber notwendigen gesellschaftlichen Veränderungen mit einbezieht.

1 Gedanke zu “IST DAS BEDINGUNGSLOSE GRUNDEINKOMMEN EINE LÖSUNG?”

  1. Welche Argumente könnte ein Gegner des Bedingungslosen Grundeinkommens haben, falls er wirklich verstanden hat, daß es sich lediglich um so wenig Geld handelt, daß man angemessen überleben kann?
    Es gibt genügend Arbeitslose.
    Und vorherrschendes Gefühl der allermeisten dieser Menschen ist: Scham und „anderen nicht auf der Tasche liegen wollen“ .
    Es gibt bei denen sehr viele, die Ein-Euro-Jobs machen, nur um nicht das Gefühl zu haben ein ►Auf-Kosten-Anderer-Leber◄ zu sein.
    Die Übergroße Mehrheit der Mitmenschen will also arbeiten.
    Soweit wird man wohl komplette Übereinstimmung haben, wenn man nicht unehrlich zu sich selbst ist, offenen Auges durch die Welt geht, und sich dem Kontakt und Gesprächen mit diesen Betroffenen nicht verweigert.

    Die gesellschaftlichen Verhältnisse entwickeln sich weiter.
    Kluge Menschen machen immer eine Grenzwert-Betrachtung, um sinnvolle Schlussfolgerungen ziehen zu können.
    Also ergibt sich die Frage: … wenn keine Arbeit mehr für den Menschen da ist?
    Also Roboter mähen den Rasen, Roboter wischen den Fußboden, – montieren Autos, – betreiben das Lager, – schreiben Zeitungsartikel…
    Dann programmieren Sie auch die Auto-Montier-Roboter, entwerfen elektronische Leiterplatten, also können Sie zum Zeitpunkt dieser Grenzwertbetrachtung alles alleine.
    Das hört sich utopisch an, aber wer keine Angst hat vor Utopie, weil irgend welche dümmlich dahergelaufenen Politiker und ehrlose Journalisten der Utopie einen verächtlichen Anstrich absichtlich geben wollen , der kann ruhig mit frischem Tatendrang ans Werk gehen um diesem utopischen Ziel ein wenig näher zu kommen, denn es ist ein Ziel mit positivem Vorzeichen.
    Ab dann,
    kann jeder das machen was ihm Spaß macht, vorausgesetzt, er hat eine ordentliche Erziehung genießen dürfen.
    Eine ordentliche Erziehung erkennt man daran, daß derjenige Prinzipien hat, und welchen Inhalt diese haben.
    Eines meiner Prinzipien lautet:
    ► Ich verachte Recht, welches sich nicht der Gerechtigkeit unterordnet !◄
    Ein weiteres meiner Prinzipien lautet:
    ► Ich verhalte mich immer so, wie ich mir wünsche, daß andere sich mir gegenüber verhalten in gleicher Situation.◄
    oder anders:
    ►Ich will niemanden behindern, das bedeutet aber, auch ich will nicht UNNÖTIG behindert werden von anderen.◄

    Erziehung gelingt aber nur gut, wenn man entsprechende Vorbildwirkung leistet.
    Vorbildwirkung haben zuallererst diejenigen zu leisten, die heutzutage lediglich als ►Obrigkeits-Dünkel-Fröner◄ zu bezeichnen sind. (z.B.: Politiker-, Geschäftsführer-, Managermaden)
    (((mal nebenbei für die, die wenig Verstand haben:
    Zu allem gesagten ist IMMER klar,: „Ausnahmen bestätigen die Regel“ )))

    ►Obrigkeits-Dünkel-Fröner◄ haben natürlich wenig Interesse an ordentlicher Vorbildwirkung, denn das würde bedeuten, daß sich die Schere der Einkommens-Verhältnisse nicht weiter öffnet, sondern im Gegenteil langsam wieder mitmenschlich normalisiert. Ihr frönen müsste einem mitmenschlichen Ideal weichen und in Bescheidenheit wechseln.

    Erziehung und Bildung. Dazu gehört ein regelmäßiges Bewußtsein über positive menschliche Eigenschaften und negative menschliche Eigenschaften.
    ->subtile Lügen der Lügenpresse erkennen. Wer hat schon so viel eigenes Denken entwickelt, daß er Asoziale zuallererst mit einer großen Schar von Politikern, Bankern, Geschäftsführern und Managermaden verbindet?
    Wer hat schon so viel eigenes Denken entwickelt, daß man genau diese Ebene als ►Auf-Kosten-Anderer-Leber◄ bezeichnen muss? Und danach kommt eine ganze Weile gar nichts.
    Wer hat erkannt, wenn die gleichgeschaltete Lügenpresse oftmals von „Wutbürgern“ spricht, das von der ehrlosen Journaille der erste Buchstabe auf den Kopf gestellt wurde?

    Zurück zu: Jeder kann das machen was ihm Spaß … und respektiert die negativen menschlichen Eigenschaften.
    Der eine schließt sich einem anderen an, der gute Ideen hat und hilft Ihm dabei diese zu verwirklichen und ist dankbar, daß man ihm sagt, was er tun soll.
    Der andere ist lieber alleine bei seinem tun und vielleicht Künstler.
    Ein anderer lernt und studiert und kommt auch an den Punkt, wo sein theoretisches Können in praktischen Nutzen umschlägt, z.B. darauf zu achten, daß künstliche Intelligenz keine Eigenschaften entwickelt, denen man ein negatives Vorzeichen zuordnet.
    Schwierig wird es doch nur bei der Beziehung zwischen Mann und Frau und diesen eingebildeten Ansprüchen und Besitzansprüchen, … oder auch hier entspannt sich die Lage sogar.

    Aber so weit an dieser Grenze sind wir jetzt noch nicht.
    Die Materielle und technische Basis ist jedoch so weit entwickelt, die Tendenzen so offensichtlich, daß es problemlos möglich ist, und nötig wird, ein kleines bedingungsloses Grundeinkommen zur Sicherung des Überlebens zu organisieren.
    Wie erbärmlich muss man als Politiker sein, wenn man sich dazu hergibt, weiterhin seine eigenen Mitmenschen in ihrer Bedürftigkeit so weit zu erniedrigen, daß sie ein ewiges betteln um ordentlich bezahlte Arbeit oder wenigstens ums überleben leisten müssen.

    Ob Reiche ein bedingungsloses Grundeinkommen erhalten? Warum nicht, sind das so viele, daß das dann plötzlich nicht mehr ginge?
    Auch bei denen gilt: Die übergroße Mehrheit will Nützlich sein und wird also nicht zu „Nichts-Tuern“.

    Jetzt kommen kleine Feinheiten von mir, einem selbständigen Einzelunternehmer:
    Ich würde am liebsten jeden Tag praktische Arbeit leisten, und schaffen und Auftraggeber erfolgreich zufrieden stellen. Aber irgendwann muss man auch mal die geleistete Arbeit in Rechnung stellen. Das ist eine unbefriedigende Arbeit im Büro, die kein richtiges Erfolgserlebnis bietet, eher ein schlechtes Gewissen, ob die in Rechnung gestellten Stunden nicht zu viele sind und man es hätte schneller fertig bringen müssen.
    Da könnte es passieren, daß man sich schon mal darauf ausruht, daß es ja das bedingungslose kleine Einkommen gibt? Aber man könnte sich jetzt vielleicht auch eine Bürohilfe leisten.

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